In der DDR wurden DJs zur Vermeidung des englischen Begriffes Diskjockey, gesetzlich als Schallplattenunterhalter bezeichnet. Jeder Schallplattenunterhalter musste dazu einen Eignungstest bestehen und einen einjährigen speziellen Grundlehrgang mit anschließender staatlicher Prüfung bei dem dafür zuständigen Kreiskabinett für Kulturarbeit durchlaufen um überhaupt als nebenberuflicher DJ arbeiten zu dürfen. Nur der „staatlich geprüfte Schallplattenunterhalter“ durfte Tonträger vor einem größeren Publikum spielen und musste regelmäßig an Weiterbildungsveranstaltungen, sogenannten Monatskonsultationen, teilnehmen. Aller zwei Jahre erfolgte eine Neueinstufung durch die Einstufungskommission. Eine weitere Besonderheit in der DDR bestand in zahlreichen Vorschriften und Empfehlungen, zu deren Einhaltung der DJ verpflichtet war. Die wohl bekannteste Regelung war die, welche die DJs dazu verpflichtete, weit über die Hälfte des Programms mit Musikproduktionen aus der DDR und dem sozialistischen Ausland zu gestalten. Zeitweilig waren die Schallplattenunterhalter sogar verpflichtet vor jedem Auftritt Titellisten an das Amt einzureichen. Obwohl DJs mit Kontrollen und Lizenzentzug rechnen mussten, sah die Praxis in den meisten Diskotheken anders aus. Ende der 1970er Jahre wurden in der DDR 6000 Schallplattenunterhalter gezählt. Natürlich war auch diese Tätigkeit genauso unfrei wie alle anderen Dinge in der DDR. Als DJ konnte man sich in keinem Fall frei entfalten. Der heutige Auftritt der DJs wird mit vollem Herzblut und ohne jegliche Vorgaben ausgeführt. Auch bleibt fraglich, welche Musikstile es überhaupt über die Mauer geschafft hatten und ob dort auch House oder Techno von „drüben“ zu hören war – wahrscheinlich nicht! Heute entscheidet jeder DJ selber was er auflegt und lässt sich dabei keinerlei Grenzen aufzeigen. Muss er auch nicht da es keinerlei Ämter oder Befugte gibt die darüber zu entscheiden haben in wiefern der DJ überhaupt seine eigenen Wünsche realisieren darf. Man kann generell froh sein dass die DDR-Zeiten vorbei sind.
Musik ist für die meisten Menschen ebenso wichtig wie die Luft zum atmen, das Trinken und Essen und auch das schlafen. Jede Laune lässt sich durch Musik verbessern und viele haben einen richtigen Suchtfaktor nach der geliebten Musikrichtung und manche werden sogar bockig wenn diese Sucht nicht mindestens einmal am Tag gestillt werden kann. Die Musikbranche bietet eine ganze Menge an verschiedenen Stilen so dass jeder die passende für sich finden kann bei der er am besten entspannen kann, ausgelassen tanzen und feiern kann oder sich auch im Kummer mal so richtig gehen lassen kann. Auch in den Altersklassen finden sich unterschiedliche Musikstile wieder. Ältere Menschen hören bevorzugt Klassik oder Volksmusik, die mittleren Semester gerne Rock oder Soul und Blues, die jüngeren eher hochmodernes wie House Music, Hip Hop oder Elektro. Natürlich hängt der persönliche Musikgeschmack auch von der Musik der Kindheit ab und ob man diese als Kind schon mochte oder eher nicht. Die meisten Menschen legen sich selten auf nur eine Musikrichtung fest und bevorzugen, je nach Laune unterschiedliche Intensitäten in der Musik – manchmal eher schnelle Musik mit fetten Beats und dann widerum eher ruhiges, melancholisches zum entspannen oder für zwischendurch. So ist es auch so dass Menschen Musik in verschiedenen Momenten einfach brauchen um sich besser konzentrieren zu können wie zum Beispiel manche besser lernen können wenn sie Musik hören, andere widerum können besser in ruhiger Umgebung lernen. Auch beim typischen Anhübschen vor der Disco oder vor Partys hört man gerne Musik um unterhalten zu werden und um sich schon mal etwas einzustimmen auf den Abend, auf die Nacht. Über Musik finden viele Menschen zueinander, egal ob jung oder alt.
Die Aufgaben eines DJ sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Musikgenre und Arbeitsstelle erheblich. Es gibt einerseits den klassischen House DJ, wie man ihn aus Radio und Discos kennt. Er verdient oft seinen Lebensunterhalt mit dieser Tätigkeit und spielt Musik, je nach Geschmack des Publikums, aus einem breiten Spektrum von Genres und kennt im Idealfall die Charts der letzten Jahre. Er sollte alle wichtigen Produzenten „seiner“ Musikrichtung kennen und wissen, unter welchen Pseudonymen sie für welches Label welche Stücke veröffentlicht haben. Viele dieser DJs hören sich wöchentlich Neuerscheinungen im Plattenladen an und kaufen sie dort oder im Versandhandel. Dieser DJ zielt darauf ab, die hypnotische Wirkung seiner Musik durch seine Auflegetechnik zu maximieren. Er bemüht sich, alle Platten in derselben Geschwindigkeit abzuspielen. Er nimmt sich viel Zeit, um mit Hilfe des Crossfaders und vor allem auch der Equalizer seines Mischers zu verschleiern, welche Teile der zu hörenden Musik von welcher Platte stammen. Heute mixen DJs im Bereich der elektronischen Musik, im House und Techno beispielsweise hauptsächlich mit Plattenspielern. Diese sind üblicherweise mit einem Direktantrieb ausgestattet damit saubere Übergänge nicht durch ausleihern des Riemens schwierig oder unmöglich werden. Als Referenz werden immer noch Plattenspieler von Technics angesehen, die wegen ihrer Haltbarkeit und der hohen Qualität bei DJs sehr beliebt sind. Als DJ kann man das Publikum der Diskothek oder der Party leiten und die Stimmung steuern oder vorgeben. Es ist ein großes Kunststück, die Partygäste über Stunden hinweg bei Laune zu halten und keine groben Fehler zu machen. Wer als DJ den Übergang versaut hat mit üblen Buh-Rufen zu kämpfen. Deshalb gehört eine lange Übungszeit mit dazu bevor man als DJ das erste Mal vor vielen Leuten auflegen darf. Das Plattenset sollte besonders gut vorbereitet werden.
In jedem Kind musiziert es von Geburt an, jeder Mensch ist für die Musik geboren. Wir beobachten die Freude aller Kinder an Musik, das Mitwippen bei den ersten klingenden Takten, die Lust am Lallgesang, der Drang nach Bewegung zur Musik, die spontane Reaktion in Mimik und Gestik, die Freude am Wiegenlied der Mutter, das erste Ordnen von Tönen auf der Klaviertastatur, die frühe Rhythmusimprovisation auf Mutters Kochtöpfen, das faszinierte Zuhören. Musik ist äußerst wichtig für die kindliche Entwicklung – deshalb soll die Mutter auch durchaus während der Schwangerschaft schon Musik hören, wenn es geht eher ruhige Musik und keine Technomusik oder ähnliches was dem Kind Stress bereiten könnte. Auf der anderen Seite – wenn die Mutter bei der Musik glücklich ist dann ist es auch das ungeborene. Also, auch wenn man lieber House hört soll man es ruhig auch weiterhin hören. Oft ist eher die Lautstärke ausschlaggebend. Zu viele Schwingungen im Mutterleib sind nicht förderlich für das ungeborene Kind. So kann vielleicht sogar schon die Musikalität des Kindes vorprogrammiert werden. Es mangelt nicht an Belegen für eine jedem Menschen angeborene und eigene Musikalität. Wir kennen den perfekten Instrumentalisten, den stimmbegabten Sänger, den professionellen Tänzer, den kompetenten Zuhörer und viele andere Ausprägungen musikalischer Begabungen, die sich im Laufe des Lebens entwickeln, wenn sie nur rechtzeitig entdeckt und gefördert werden. Jeder Mensch kann übrigens von Natur aus singen, so ungläubig manchem diese Botschaft auch scheinen mag. In der Badewanne oder im Fußballstadion, in der Thekenrunde singen sie alle - ohne Ausnahme! Manche sind stumm geworden aufgrund vielleicht traumatischer Erlebnisse in Kindheit und Schule, wieder andere haben es versäumt, ihre Stimme zu schulen, zu pflegen, zu kultivieren - aber auch dazu ist es nie zu spät.
Phats & Small sind ein DJ-Duo aus England, die mit den Hit „Turn Around“ im Jahr 1999 berühmt wurden. Der Cover-Hit, beruhend auf einem Song von Luther Vandross und Toney Lee, wurde vom Sänger Big Ben Ofoedu gesungen, den man auch bereits als VJ bei MTV Europe gesehen haben sollte - der dann mit den beiden Club-DJs in Großbritannien auf Platz 2 der Charts kam und mit der Single auch bald im restlichen Europa erfolgreich wurde. Auch zu erwähnen ist der Erfolg der zweiten Single „Tonite“, die in Großbritannien auf Platz 11 und in Deutschland auf Platz 13 in den Charts kam. Die ohrwurmartigen Songs sorgten weltweit auf den Dancefloors für ausgelassene Stimmung und urlaubsähnlichen Gefühlen. Die nächste Single „Feel Good“ war ebenfalls sehr erfolgreich und im November 1999 kam auch das erste Album „Now Phats What I Small Music“ in die Läden. Daraufhin, tourten sie durch viele Länder, wobei sie äußerst erfolgreich auf der Insel Ibiza, die auch zu diesen Zeitpunkt Zentrum der Partyszene in Europa war, starteten. Von nun an waren sie aus der europäischen Clubszene, auch außerhalb der Houseszene, nicht mehr wegzudenken. Das zweite Album „This Time Around“ erschien im März 2002 mit einem neuen Sänger und Frontmann namens Tony Thompson. Er war bereits bekannt als zweifacher Martial-Arts-Europameister und Schauspieler aus einer Soap in Großbritannien. Als letzdes waren sie erfolgreich mit der Single „Sun Comes Out“, dem das Album „Soundtrack To Our Lives“, auf dem der Song auch enthalten war, folgte. Hier ist von nun an der aktuelle Sänger Ryan Molloy, der in Großbritannien ein bekannter Songwriter ist, mit dabei. Seit einigen Jahren haben sich die beiden Producer eher zurückgezogen und produzieren viele Stücke für andere Stars oder fertigen Remixes an. Die Scheiben der House DJs, sogar die älteren, werden nach wie vor in den Clubs gespielt. Man darf auch hoffen welche Stimmen sie im Laufe der Zeit noch als Vocals in die Beats einbinden werden.
Milk & Sugar ist ein DJ- und Produzenten Duo im Bereich der House-Musik und ein Plattenlabel. Unter dem Eindruck der ersten Disco House-Welle, die 1996 aus London aufs Festland kam, produzierten Michael “Milk“ Kronenberger und Steffen “Sugar“ Harning ihre ersten House-Tracks.
Nach Absagen von Plattenfirmen machten sie aus der Not eine Tugend und gründeten ihr eigenes Label. Hier produzierten sie anfangs alle Platten selbst, doch nur wenig später konnte mit Damien J. Carter der erste Künstler unter Vertrag genommen werden. Auf dem Label von Milk & Sugar haben auch bereits Künstler wie Tim Deluxe und Robbie Rivera ihre Tracks veröffentlicht.
Andere Top-Stars wie Usher, Janet Jackson oder Jamiroquai ließen sich von dem Duo aus München Remixe für ihre Songs anfertigen.
Auch für die Popstarsgewinner No Angels oder Preluders haben die beiden schon neue Versionen der Tophits verfasst und auf die Dancefloors gebracht. Mit über 90 Releases gehört das Label zu den wichtigsten Houselabels, und die Künstler Milk & Sugar sind im Ausland der bekannteste deutsche House-Act.
In Deutschland hat sich die Art der Housemusik in den letzten Jahren deutlich verändert. Während das 70er Baujahr eher noch zu weichen Discohouse-Klängen abzappelte, mutiert die neue Generation immer mehr zu Techno- und Elektroanhängern. Die schöne, freudige Discomusik ist mehr und mehr unbeliebt und härtere Klänge werden bevorzugt.
Als 30jähriger hat man heute schlechte Karten wenn man noch mal in einen Club möchte um alte House-Scheiben zu hören. Selber die Revival-Partys spielen eher härtere Musik als man noch von früher gewöhnt ist.
So kann man eher eine private Party organisieren und alte Scheiben rauskramen. Auch Milk&Sugar machen heute fettere Beats als noch vor 10 Jahren – die Musik wächst halt eben mit den Ansprüchen des Publikums mit.
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